Teeanbaugebiet Himalaja

Tee vom Dach der Welt

Besonders zu nennen sind hier die Teeanbaugebiete Terai und Dooars, die beide südlich von Darjeeling, aber nur wenige hundert Meter hoch liegen. Die Tees aus Terai haben meist ein gutgearbeitetes Blatt und eine scharfe, leicht süßliche Tasse. Seit einigen Jahren stellen bestimmte Teegärten, allen voran Kamala, im Februar schon First-Flush hoher Qualität her. Die Tees werden im Stile der Darjeelings produziert und haben eine sehr helle, fast grüne Tasse mit Biss. Sie schmecken frisch, aromatisch und feinherb. TeeGschwendner bemüht sich Jahr für Jahr, die ersten Pflückungen einzufliegen. Diese Tees sind dann ab ca. Anfang März im Fachgeschäft erhältlich.

Die Königreiche Sikkim, Bhutan und Nepal waren als Teeproduzenten für den Welthandel lange nicht von Bedeutung, da die produzierten Mengen in erster Linie im eigenen Land konsumiert wurden. Temi repräsentiert Sikkim als einziger Garten auf dem Weltmarkt. Bhutan bleibt für den Teefreund nahezu unerschlossen. Dagegen haben sich die Produktionsbedingungen und erzielten Qualitäten in Nepal nach der Privatisierung vieler Gärten sehr positiv entwickelt. Feinere, frischere Sorten lassen die Nähe zu Darjeeling deutlich erkennen.